Berlin: Geflüchtete Autorinnen – Women Writers in Exile


Foto, im Literaturhaus in der Fasanenstraße

Widad Nabi, Leila Chammaa, Nemat Khaled, Meiken Endruweit (v. l.)

In der März-Veranstaltung der Berliner BücherFrauen kamen im Literaturhaus in der Fasanenstraße zwei aus Syrien geflüchtete Autorinnen zu Wort. Die Dichterin Widad Nabi trug zwei ihrer Gedichte vor (aus: Weg sein – hier sein. Texte aus Deutschland, Secession Verlag), während die Autorin Nemat Khaled aus ihrem Roman Hennanacht (Alawi Verlag) vorlas. Besonders berührend war dabei, dass sie das Exemplar ihres Buches, aus dem sie vortrug, über ihren deutschen Verlag bekommen hatte; ihre gesamte Bibliothek musste sie zurücklassen, möglicherweise ist sie inzwischen den Bomben zum Opfer gefallen.

Beiden Schriftstellerinnen sind Bücher in ihrer unmittelbaren Umgebung lebenswichtig und sie setzen sich auch intensiv mit deutschsprachiger Literatur auseinander, zum Beispiel mit Ingeborg Bachmann und Herta Müller. Auch wenn sie heute anders mit Sprache umgehen als in ihrem Herkunftsland, so steht Literatur nach wie vor zentral für sie; dass sie geflüchtet sind, ist hingegen nur ein Aspekt von vielen in ihren Leben. Und so betonten sie deutlich das Verbindende zwischen Deutschen und SyrerInnen, wie sehr sie etwa ihre eigenen Erfahrungen in der deutschen Nachkriegsliteratur widergespiegelt sehen. Nemat Khaled sagte ausdrücklich, dass sie für alle Menschen schreibt. Derzeit arbeitet sie an einem Theaterstück und einem neuen Roman. Beide würden sich einen intensiveren Austausch mit anderen SchriftstellerInnen wünschen.

Leila Chammaa von der Agentur Alif sorgte mit ihrer Übersetzung dafür, dass wir das, was die Autorinnen sagten, verstehen konnten. Moderiert wurde das Gespräch von Meiken Endruweit, die diese Veranstaltung auch organisiert hatte.

Ein Abend, der uns zwei spannende Autorinnen nähergebracht hat, uns aber ansonsten mit der Frage zurückließ, wie wenig wir eigentlich von Syrien wissen – während Aleppo für ExilantInnen, die während des deutschen Faschismus geflüchtet waren, ein Zufluchtsort war.

Doris Hermanns


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