Nachlese: Leipziger Buchmesse 2017


Messestand Leipzig 2017

Meine persönlichen Highlights der diesjährigen Buchmesse Leipzig sind schnell benannt: tolle Gespräche am Messestand & neue Mitglieder, eine gelungene Podiumsdiskussion trotz Krankheitsausfall und die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse.

Für mich ist die Buchmesse in Leipzig immer doppelt schön: Erstens ist Buchmesse und zweitens kann ich in meinem eigenen Bett schlafen. Daher gestalten sich die handfesten Vorbereitungen wie Auf- und Abbau und das Sicherstellen der Standversorgung recht entspannt. In diesem Jahr habe ich mich über die neu gestalteten BF-Flyer besonders gefreut, die haben wir die Tage über auch fleißig verteilt.

Unser Stand, den wir uns wie jedes Jahr mit dem VFLL teilten, war gut frequentiert. Am Wochenende war zwar weniger los, was auch daran liegt, dass ein Branchennetzwerk eher für Fachbesucher interessant ist als für Menschen, die einfach auf der Suche nach Lesestoff sind. Wir konnten uns wieder über einige Beitritte und viele Gespräche mit Interessierten freuen.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich an dieser Stelle einmal an Britta Jürgs loswerden, die zu jeder Messe die Sachen der BücherFrauen transportiert!

In diesem Jahr konnten wir in Leipzig mit vier Veranstaltungen aufwarten. Unsere Vorsitzende Stephanie Hanel bot wieder die BücherFrauen-Sprechstunde an, die wir freundlicherweise wieder auf der Fläche des Börsenvereins abhalten konnten.

Ellen Braun, Stephanie Hanel, Julia Schell, Marianne Eppelt (v. l.)
Foto: Brigitte Koch

Ebenfalls mit Unterstützung des Börsenvereins veranstalteten wir die Podiumsdiskussion zum Jahresthema „Herausforderung Strukturwandel – Bedrohung oder Chance für die Buchbranche?“. Mit diesem Thema scheinen wir einen Nerv getroffen zu haben, die Plätze im Publikum waren voll besetzt und blieben es auch trotz des allgemeinen Messelärms und nicht gerade frühlingshaften Temperaturen in Halle 5. Ellen Braun präsentierte dieses doch breite Thema und führte die Zuhörer durch eine spannende und konstruktive Diskussion (mehr dazu hier). Unsere Diskutantinnen waren Gesa Oldekamp, ihres Zeichens Vertriebs- und Marketingleiterin bei Chr. Belser Gesellschaft für Verlagsgeschäfte GmbH & Co.KG, die mit der Stuttgarter Regionalgruppe das Thema auch vorantreibt (s. Blogtext). Kristina Deike steuerte die Perspektive der Buchhändlerinnen bei. Sie leitet Buchhandlung & Café Gessler 1862 in Friedrichshafen. Als dritte im Bunde wollten wir unsere Beirätin Jördis Beatix Schulz auf dem Podium begrüßen, leider musste sie dann aber kurzfristig wegen einer Erkrankung absagen. Nach dieser Absage am Mittwoch war es dann natürlich erst einmal spannend, wie es weiter geht. Sollte Ellen mit nur zwei Frauen diskutieren? Würde das inhaltlich reichen? Wer könnte so spontan noch einspringen?

Zum Glück hatte Neu-BücherFrau Carolin Reif, Senior Partner Manager bei epubli, schon unsere Veranstaltung auf dem Zettel und großes Interesse daran. Dank ihr hatten wir so doch noch eine Kennerin des digitalen Publizierens und des Selfpublishing auf dem Podium.

Wie gewohnt stellte Jana Stahl in Zusammenarbeit mit den Verlagen der Zukunft dem Nachwuchs am Freitag bei einem Rundgang über die Messe Führungsfrauen aus der Branche vor. Samstagnachmittag gab es mit unserer vierten Veranstaltung eine kleine Premiere. Sie fand direkt bei uns am Stand statt und zog geradezu einen Pulk an Besuchern an. Bei einem kleinen Kreativ-Workshop zeigte BücherFrau Susanne Grohs-von Reichenbach, wie sich aus einem einzigen Wort, zum Beispiel »BücherFrau«, eine Assoziationsreihe und schließlich eine Geschichte entwickeln lässt. Trotz der üblichen Lautstärke und Messe-Wuseligkeit ließ sich das Publikum nicht aus der Ruhe bringen.

 

Foto: Susanne Groß-von Reichenbach

Ein Höhepunkt für mich war, wie schon erwähnt, die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse. Sie findet jedes Jahr in der Glashalle der Leipziger Messe statt und als Austellerinnen bekommen auch die BücherFrauen Karten für dieses Ereignis. Zusammen mit der zweiten Vorsitzenden Jana Stahl war ich pünktlich vor Ort, um mir einen Platz zu suchen. Im Gegensatz zu vielen anderen Preisverleihungen hat der Preis der Leipziger Buchmesse sehr präzise Taktungen. Verspätungen werden nicht toleriert. Im Anschluss an die Preisverleihung erwartet jeweils schon das Blaue Sofa die Preisträger zum Interview. Jana folgte ihren journalistischen Pflichten und berichtete fleißig per Snapchat über die Verleihung, während ich schlicht danebensaß und die Multimediashow genoss. Neben den obligatorischen Begrüßungsansprachen und Reden werden die Kategorien des Preises – Sachbuch/Essayistik, Belletristik und Übersetzung – mit kurzen Videos vorgestellt. Die Preisträgerinnen waren dieses Jahr im Bereich Belletristik Natascha Wodin mit Sie kam aus Mariupol (Rowohlt), in der Kategorie Sachbuch/Essayistik Barbara Stollberg-Rillinger mit Maria Theresia (C.H. Beck) und in der Kategorie Übersetzung Eva Lüdi Kong mit dem Titel Die Reise in den Westen (Reclam). Nach den diversen Diskussionen, wie sie auch bei uns auf der Mailingliste stattfinden, zu Geschlechtergerechtigkeit hinsichtlich Preisen, der Jurybesetzung und Nominiertenlisten war diese Preisverleihung sehr angenehm unaufgeregt. Persönlich hatte ich nicht den Eindruck, dass gerade etwas Weltbewegendes geschah. Der Direktor der Leipziger Buchmesse Oliver Zille ließ es sich denn aber doch nicht nehmen, nochmals darauf hinzuweisen, dass nun zum ersten Mal nur Frauen ausgezeichnet worden waren.

Als ich mich am Sonntagabend mit platten Füßen auf den Weg zur S-Bahn machte, versanken gerade die letzten Strahlen der Sonne hinter dem Bahndamm. Ich taperte nochmals durch die nun verlassene Glashalle. Schön war’s, dachte ich mir und lutschte am letzten Zitronenlolli der übrig gebliebenen Standverpflegung.

Marianne Eppelt, Messekoordinatorin


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