E-Books, Apps, Twitter und Co.

Ein Überblick zum Seminar "Elektronisches Publizieren" mit der Dozentin Dr. Martina Steinröder

Alle, die auf irgendeine Weise mit Büchern zu tun haben, wissen, dass sich die Branche im Umbruch befindet. Seit ein paar Jahren umschwirren uns Begriffe wie E-Books, Apps, E-Reader, Facebook oder XML. Immer wieder aber wird in Gesprächen klar, dass man viele dieser Dinge oft nur vom Hörensagen kennt, sie jedoch noch nicht ins eigene Arbeiten einbezieht. Mit dem Ziel, ein bisschen Systematik in diese Welt der "E-Wörter" zu bringen und die eigenen Kenntnisse in Beziehung zu setzen mit den Erfahrungen anderer Frauen aus der Branche, entschied ich mich Anfang des Jahres, an der Winterakademie zu den Grundlagen des E-Publishing teilzunehmen.

Dr. Martina Steinröder bei der Präsentation

Am Anfang des Kurses wurde sehr schnell klar, dass es für die meisten von uns 14 Teilnehmerinnen ein breites Spektrum an Fragen zu klären galt. Wie können Prozessabläufe aussehen? Wie werden Kostenstrukturen abgebildet? Wie komme ich zu mehr Medienkompetenz? Wie genau funktioniert das mit den Social Media und was ist zu beachten? Wie werden E-Books vertrieben, und ist ein PDF eigentlich auch schon ein E-Book? Welche technischen Grundlagen sollte man kennen?

Im ersten Abschnitt zur Mediennutzung heute wurden in einem kurzen Überblick Daten zusammengefasst, die keinerlei Zweifel daran ließen, dass es - unabhängig von den eigenen Vorlieben - unumgänglich ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Auch wenn es wahrscheinlich genau dieser Punkt war, der uns alle zur Teilnahme veranlasst hatte, war es dennoch dienlich, die Ahnung mit konkreten Zahlen untermauert zu wissen.

Verschiedene Geräte und Angebote selbst zu erfahren und sich dabei auf die Kommentare zu einer Vorauswahl an erfolgreichen und weniger erfolgreichen Beispielen stützen zu können, war ebenfalls hilfreich, um viele der Begriffe und Konzepte mit Leben zu füllen. Der Enthusiasmus von Martina Steinröder hat bei vielen einen Funken entfacht und klar gemacht, dass es ohne eigenes Ausprobieren kaum eine Möglichkeit gibt, sich diesen neuen Formaten zu nähern. Sei es als Nutzerin oder als Anbieterin - der Weg führt über das Ausprobieren von bereits bestehenden Angeboten und das Analysieren von technischen Möglichkeiten, verbunden mit einer guten Kenntnis der eigenen Kunden und einer gehörigen Portion Fantasie. Es ist notwendig, die Gedanken in ganz neuen Bahnen zu lenken.

Bezüglich der technischen Grundlagen konnten generelle Konzepte geklärt werden, um bei Bedarf eigenständig weitere Quellen suchen zu können. Es wurden verschiedene Formate und Lösungsansätze vorgestellt und bezüglich Ihrer Vor– und Nachteile besprochen. Zusätzlich war es äußerst hilfreich, Informationen zu allgemeinen Kosten und möglichen Dienstleistern für die Entwicklung und Umsetzung von E-Content – Angeboten zu erhalten.

Generelle Kriterien zur Auswahl von Erlösquellen wie Kauf- oder Lizenzmodelle, Abonnements oder Werbefinanzierung waren Thema des nächsten Abschnitts. Mit Insights zu Preismodellen wie Flatrates, Ausleih- oder Buchclubmodellen konnten wir auch hierbei von der breiten Erfahrung der Dozentin lernen, Fragen stellen und Vor- und Nachteile diskutieren.

Sobald Inhalte und Formate gewählt sind, um neue Angebote zu entwickeln, ist die Frage, wie ich zu meiner Kundin oder meinem Kunden gelange oder sie bzw. er zu mir und wie sie auf mich aufmerksam werden. Bei einem aktuellen Angebot von ca. 300.000 Apps über den iTunes-Store und 200.000 Apps über Google - um nur die beiden Bigplayer in diesem Bereich zu nennen - ist dies keine leichte Aufgabe, ganz abgesehen von dem breiten Angebot an E-Books in unterschiedlichen Formaten und einer beachtlichen Auswahl an Lesegeräten. Immer wieder wurde im Laufe des Seminars klar, dass es sich um einen neuen Markt handelt, in dem es noch keine Standards gibt und in dem der Markteintritt eines neuen Gerätes oder die Entwicklung eines neuen Vertriebskanals sämtliche Kräfteverhältnisse in ziemlich kurzer Zeit auf den Kopf stellen kann.

Was also tun? Den Markt beobachten, ausprobieren, eigene Erfahrungen sammeln, systematisch agieren, den Austausch mit anderen suchen, über Allianzen nachdenken, in einigen Fällen vielleicht einfach noch etwas abwarten – in jedem Falle aber aus der Sicht der Kunden denken. Das waren einige der Ratschläge, die uns Martina Steinröder mit auf den Weg gab.

Dass es ein unglaubliches Interesse an diesem Thema gibt und ein enormes Bedürfnis an Systematisierung von Information und dass es allemal Spaß macht und gleichzeitig absolut notwendig ist, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und immer wieder den eigenen Blickwinkel zu wechseln - das sind Ergebnisse, die viele von uns aus diesem intensiven Wochenende mitgenommen haben.

Zusätzlich zu den Informationen über das Seminarthema an sich bietet die Winterakademie einen wunderbaren Rahmen, um das professionelle Netzwerk zu erweitern und den Austausch mit anderen Frauen der Branche zu suchen.

Gruppenarbeit

Meinen Dank an Martina Steinröder für ihre gekonnte und offene Art, diese neue Welt mit System und Enthusiasmus zu präsentieren. Ich möchte diese Möglichkeit ebenfalls nutzen, um den Organisatorinnen der BücherFrauen-Akademie dazu zu gratulieren, dass sie eine so solide Plattform der Weiterbildung und des Austausches geschaffen haben.

Text: Cathrin Scupin
Fotos: Heike Herrberg

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