Vielleicht ist Glück kein Zufall

Am Buchmesse-Donnerstag haben die BücherFrauen die Ehrung »BücherFrau des Jahres 2010« an die Autorin und Buchhändlerin Dr. Susanne Himmelheber verliehen.

Hier ist Karina Schmidt zu sehen

In ihrer Begrüßung der rund 100 Gäste im Salon Weltempfang wies unsere Vorsitzende Karina Schmidt noch einmal auf die BücherFrauen-Studie »MehrWert« hin, die eine nicht grad rosige Situation abbilde, uns aber nicht entmutigen solle: »Wir stehen bereit. Qualifiziert, motiviert – so wie wir sind.«
Mit der Ehrung zur BücherFrau des Jahres gehe es dem Netzwerk darum, diejenigen, die Großes für die Branche geleistet haben, in die Öffentlichkeit zu rücken.


Hier ist Anja Loesch zu sehen

Anja Lösch, Mitbegründerin der Regionalgruppe Rhein-Neckar, hielt die Laudatio, die im Blauen Buch 2011 nachzulesen sein wird.
Susanne Himmelheber bedankte sich für die »fulminante Laudatio« und freute sich herzlich über den »ersten Preis ihres Lebens«. Eine Ehre, die nicht nur eine Ehre, sondern eine echte »MehrWertschätzung« sei. Die Inhaberin der Heidelberger Buchhandlung Himmelheber nahm die Anwesenden in ihrer Dankesrede mit auf einen kurzen Rundgang durch die Geschichte (zur Zeit) nicht lieferbarer Frauenliteratur.


Hier ist Frau Himmelheber zu sehen

Als erstes in der Reihe treffen wir auf das bereits 1405 erschienene »Buch von der Stadt der Frauen« von der französischen Schriftstellerin Christine de Pizan, eine vorerst letzte Ausgabe der deutschen Übersetzung brachte dtv 1995.
»Die Memoiren der Glückel von Hameln« gelten als erste bedeutende Frauenbiografie. Glikl bas Judah Leib lebte von 1646 bis 1724, ihre Erinnerungen wurden erst 1910 verlegt, zuletzt 2005 bei Beltz.
Susanne Himmelheber erwähnt außerdem die 1555 in Heidelberg verstorbene Olympia Fulvia Morata, deren Briefe 1990 bei Reclam erschienen und inzwischen wie gehabt nur noch antiquarisch erhältlich sind.


Hier sind drei Frauen aus dem Publikum zu sehen

Sophie von La Roche gab 1783 die »Pomona für Teutschlands Töchter« heraus und begab sich damit in Konkurrenz zu ihren Kollegen Wieland und anderen, für die Frauenzeitschriften bereits damals ein einträgliches Geschäft waren.
Ebenfalls im 18. Jahrhundert schrieb Caroline Rudolphi mit dem »Gemälde weiblicher Erziehung« ein Standardwerk der frühen Ratgeberliteratur, in dem die Autorin den Wert guter Bildung besonders für Mädchen betonte, zuletzt 1815 (!) in zwei Bänden verlegt bei Mohr und Winter in Heidelberg.
Schließlich noch der Blick auf »Eine Verteidigung der Rechte der Frau« von Mary Wollstonecraft, übersetzt 1989 im Leipziger Verlag für die Frau erschienen sowie die »Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin von 1791« ihrer Zeitgenossin Olympe de Gouges, die ebenfalls eine Wiederauflage verdiente.


Hier ist das Publikum zu sehen

Nach ihrem virtuellen Rundgang appellierte Susanne Himmelheber an alle VerlegerInnen, sich der Werke dieser Klassikerinnen anzunehmen, die »schuldlos in der Versenkung verschwunden« seien.
»Vielleicht ist Glück kein Zufall« – das Zitat von Ruth Liepmann verdeutlichte die besondere Freude von Susanne Himmelheber, die nicht gern im Mittelpunkt stehe, es in diesem Moment aber »wunderschön« finde.


Hier ist Frau Himmelheber zu sehen

Anschließend bot der Salon Weltempfang auch für das Anstoßen und Feiern bei der WiP-Party und viele anregende Gespräche den perfekten Rahmen.


Hier sind Frau Himmelheber, ihre Mutter und ihre Tochter zu sehen

Hier sind zwei Damen im Gespräch zu sehen

Text: Maren Giering-Desler
Fotos: Eva Hehemann

 

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