BuchCamp 2: Working Mums: Raus aus der Schublade!

Sind Kinder Karrierekiller, und sollte frau ihre Kinder bei der Bewerbung verheimlichen? Wie gehen Mütter damit um? Und wie gehen Arbeitgeber der Buchbranche mit Müttern um? Diese und andere Fragen stellte Saskia Heinen gemeinsam mit Frauke Ehlers in ihrer Session „Working Mums der Buchbranche“  beim diesjährigen Frankfurter BuchCamp Anfang Mai  in den Raum.
Mütter haben nicht nur mit Vorurteilen zu kämpfen, sondern auch mit den daraus resultierenden Nachteilen: Mütter werden nicht gern eingestellt; die Abläufe in den Unternehmen sind nicht auf alternative Arbeitsmodelle abgestimmt; die Karriereleiter mit Kindern hochzuklettern, wird zum großen Kraftakt.

In einem kurzen Brainstorming sammelten Saskia Heinen und Frauke Ehlers Ideen, wie eine Veränderung in den Köpfen zu erreichen sei:

•  Einem Branchenmagazin eine Serie über Mütter in Führungspositionen und ihr Erfolgsrezept anbieten, um sie als Vorbilder und als Beispiele für PersonalentscheiderInnen sichtbar zu machen. Schwierigkeit: Interviewpartnerinnen zu finden, die bereit sind, sich öffentlich und offen zu äußern. Einige Frauen, die man fragen könnte, haben wir aufgezählt.

•  Die Vorteile von Müttern als Arbeitnehmerinnen herausarbeiten. Zum Beispiel: effizienter Arbeitsstil von TeilzeitmitarbeiterInnen, Softskills von Müttern (Durchsetzungsfähigkeit, Konfliktlösungskompetenz, Belastbarkeit etc.). Offene Frage: Wie bringt man diese Vorteile ins Bewusstsein von PersonalentscheiderInnen?

•  ChefInnen, die erfolgreich mit MitarbeiterInnen in Home-Office, Führungskräften in Teilzeit etc. zusammenarbeiten, zu einer Podiumsdiskussion über „Alternative Arbeitsmodelle“ einladen. Offene Frage: In welchen Rahmen könnte diese Diskussion stattfinden?

Mütter sollten sich nicht ins Abseits stellen lassen, waren sich die Teilnehmerinnen einig, sondern weiterhin interessante Aufgaben einfordern und mit dem Thema offensiv umgehen. Eine Teilnehmerin hatte einige Zeit nach einer Babypause gekündigt, weil sie keine interessanten Aufgaben mehr erhielt. Rückblickend denkt sie: Sie hätte ihren Ärger stärker thematisieren sollen.

Die meisten Teilnehmerinnen waren der Meinung, Bewerbungen von Müttern würden sofort aussortiert. Um eine Chance zu haben, dürfe man den Nachwuchs erst im Vorstellungsgespräch erwähnen. Dazu meinte eine Arbeitgeberin in einem späteren Gespräch: Kinder seien ein essenzieller Teil des Lebens, den man in einer Bewerbung nicht verschweigen solle. Stattdessen im Anschreiben kurz anreißen, wie die Betreuungssituation geregelt ist. (Und: „Ich habe eine Freundin, die passt gerne auf die Kinder auf“ sei keine tragfähige Regelung.)

Ob aus den Müttern, die auf dem BuchCamp oder im Vorfeld Interesse signalisiert haben, eine Gruppe entsteht, wird sich noch zeigen. Bei Interesse bitte bei Saskia Heinen melden (www.saskia-heinen.de; mailto:buero(at)saskia-heinen.de)!

Dokumentation der BuchCamp-Veranstalter: http://www.boersenverein.de/de/portal/528049

Text:  Saskia Heinen

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