#fbm17: Podiumsdiskussion zum Jahresthema

Gesa Oldekamp, Katrin Röttgen, Monika Kolb-Klausch, Ellen Braun (v. l.)

Gesa Oldekamp, Katrin Röttgen, Monika Kolb-Klausch, Ellen Braun (v. l.)

»Garantiert qualifiziert: Wie mit lebenslangem Lernen der Strukturwandel gelingen kann« – zu unserem Jahresthema begrüßte Jana Stahl (2. Vorsitzende der Bücherfrauen) vor einem interessierten Kreis von etwa 25 Zuhörenden die Teilnehmerinnen der Diskussionsrunde und die Moderatorin.

Ellen Braun (Unternehmensberaterin, Trainerin, Coach, Fachautorin, Lehrbeauftragte) erläuterte die Fragestellung der Diskussion und ihre Relevanz für den beruflichen Alltag aller Bereiche der Verlagswelt. Antworten wurden gesucht auf Fragen wie:

• Welche Rahmenbedingungen müssen Unternehmen schaffen, um in Zeiten des Fachkräftemangels fähiges Personal zu halten und weiteres zu rekrutieren?

• Wie kommen Unternehmen an Mitarbeiter*innen, die sich dauerhaft weiterentwickeln wollen und lernbereit sind, um den Strukturwandel zu stemmen?

• Was muss die Mitarbeiterin, der Mitarbeiter tun, um die Chance zu wahren, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem attraktiven Umfeld einzubringen?

• Wie bleibt die Ausbildung in der Branche perspektivisch interessant für junge Leute?

Auf dem Podium diskutierten: Katrin Röttgen, Inhaberin von Buch Meyer (Reinheim) und AKS-Sprecherin; Monika Kolb-Klausch, Geschäftsführerin des mediacampus frankfurt und Bildungsdirektorin des Börsenverein des Deutschen Buchhandels; Gesa Oldekamp, Verkaufsleitung Versandbuchhandel und Vertriebscontrolling, Belser Verlag.

Fachkräftemangel und Digitalisierung wirken sich in unserer Branche so stark aus, dass es die Runde für wesentlich hielt, dass sich Mitarbeiter*innen in allen Stadien ihres beruflichen Werdegangs für Veränderungen und Neues offenhalten. Diese Motivation dazu sei wesentlich von den Führungskräften vorzuleben.

Gewünscht wird eine Durchmischung in allen Bereichen der Unternehmen mit quereinsteigenden Branchenfremden. Die Erfahrung zeige, dass dies eine Bereicherung darstelle. Erreicht wird eine größere Vielfalt bei der Bearbeitung von Aufgaben, die heute Bestandteil im Tagesgeschäft sind.

An die Unternehmensführungen wurde die Empfehlung ausgesprochen, den Mitarbeiter*innen mehr Verantwortung zu übergeben, damit sie sich selbst auf strategische Aufgaben fokussieren können. Dazu gehöre auch, dass den Mitarbeiter*innen Vertrauen entgegengebracht wird, selbst wenn eine noch nicht etablierte Herangehensweise gewünscht wird. Diese Offenheit für Veränderung mag zunächst wie ein Wagnis anmuten, führe jedoch zur Herausbildung und Toleranz für eine konstruktive Fehlerkultur.

Aus dem Kreis der Verlage war zu hören, dass sich ein modernes Schulungsangebot verstärkt am aktuellen Bedarf der Branche ausrichten müsse. Dazu gehören auch berufsbegleitende Maßnahmen bestehend aus flexiblem E-Learning. Gleichermaßen für alle Unternehmen der Branche werde die Haltung der Führungskräfte sein, mit Weitblick die Digitalisierung zu verankern. Dazu gehöre auch die Bereitstellung von Mitteln für eine entsprechende Weiterbildung der Mitarbeiter.

Zusätzlich wird der Bedarf zur Schaffung der Rahmenbedingungen gesehen, die einen intensiven Austausch unter allen Beteiligten der Digitalisierung ermöglichen. Als besonders fruchtbare und willkommene Inspiration wird ein Austausch mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen eingeschätzt, die die gleiche Herausforderung vor sich haben.

Der Buchhandel werde sich bezüglich seiner digitalen Kompetenz weiterentwickeln müssen; das werde auch zu einem breiteren medialen Angebot führen. Auch in den Lektoraten und Redaktionen werde sich das Tätigkeitsspektrum in Richtung Produktmanagement bewegen und daraus resultierend eine verstärkte Teamarbeit über die Verlagsprozesse hinweg nötig machen.

Die Thesen zum Abschluss lauteten dementsprechend:

• Die Digitalisierung ist in allen Facetten des Verlags- und Buchhandelsalltags angekommen.

• Dies macht eine Definition und Analyse des Zielgruppenbedarfs in der Aus- und Weiterbildung erforderlich.

• Aufbau und Weiterentwicklung der Kompetenzen über den aktuellen Horizont hinaus für Mitarbeiter*innen aller Ebenen ist das Erfordernis der Stunde.

Das Podium stimmte dem Schlusssatz von Monika Kolb-Klausch zu, dass auch in dieser herausfordernden Zeit stets konstruktive Selbstreflexion und kritische Standortanalyse zu neuen Optionen für die Zukunft führen werden.

Ulla Chwalisz

       

 Fotos: Heidi Wendelstein

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