2. Berliner WiSU-Branchentreff Literatur


Was ist WiSU? Das Projekt »WiSU – Wirtschaftliche Stärkung der Urheberinnen in der freien Literaturszene Berlin« ist ein Projekt des Literaturhauses Lettrétage e. V. 

Lettrétage e. V. hat sich unter anderem die wirtschaftliche Stärkung der Urheber*innen in der freien Literaturszene Berlin als Aufgabe gestellt. Sie unterstützen literarische Urheberinnen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben. Ein kostenfreies Angebot an Autor*innen, Lektor*innen, Literaturveranstalter*innen und Literaturübersetzer*innen, die hier mit Kleinverleger*innen in Kontakt treten können. Kooperationen, Allianzen und Netzwerke schaffen und so neue Organisationsformen von Wertschöpfungsprozessen entwickeln. Neben dem umfassenden Beratungsangebot, das von KSK-Themen, Literarischer Übersetzung über die Verlags- oder Agentensuche bis zur  Beantragung von Fördermitteln geht, gibt es noch weitere Angebote wie die kostenfreie Raumnutzung für Urheber*innen für öffentliche oder nicht-öffentliche Veranstaltung, für Workshops etc., wenn die Veranstaltung Autor*innen, Literaturübersetzer*innen und freie Lektor*innen einbindet. Lettrétage bietet zusätzlich an, über die dort stattfindenden Veranstaltungen über ihren Newsletter zu informieren. Das Projekt WiSU und der Branchentreff Literatur werden von dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union (EFRE) und der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten gefördert. Zwischen Lettrétage und den Berliner BücherFrauen besteht eine Kooperationspartnerschaft. 

Foto: Andrew Graman

Vom 16.11. bis 19.11.2017 fand für Freiberuflerinnen der Literaturbranche der Zweite Berliner WiSU-Branchentreff Literatur 2017 »Zusammen arbeiten. Kooperations- und Genossenschaftsmodelle« im Haus der Kulturen der Welt statt. Ein spannendes Thema, zu dem ich zwei Workshops angeboten habe. Drei Kolleginnen waren so freundlich, ihre Impressionen festzuhalten.

»Das Schwerpunktthema beim diesjährigen Branchentreff Literatur waren Kooperationsmöglichkeiten für Freischaffende aus der Literaturszene. Sehr interessant fand ich in diesem Zusammenhang die Präsentationen von zwei Freiberufler-Genossenschaften. Julia Kliemann und Dietmar Gigler stellten in einem Vortrag und bei einer Podiumsdiskussion das Modell von Reinblau vor: 18 Freelancer haben sich zu einer Genossenschaft zusammengetan und eine Webagentur gegründet. Alle Mitglieder beteiligen sich gleichberechtigt an der Organisation und tragen gemeinsam die Verantwortung für das Unternehmen, ohne ihre Selbstständigkeit aufzugeben – eine Kooperationsform, die durchaus auch für freie Lektor*innen und Übersetzer*innen interessant sein könnte.

Eine weitere Genossenschaft für Selbstständige ist SMartDE, eine Kooperative, die sich die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Selbstständige aus dem Kreativbereich zum Ziel gesetzt hat. Die Mitglieder werden projektbezogen von der Genossenschaft angestellt und erhalten dadurch unter andere meinen erleichterten Zugang zur Kranken- und Sozialversicherung.

Das nur als zwei kleine persönliche Schlaglichter. Darüber hinaus fand ich den Branchentreff eine tolle Veranstaltung zum Vernetzen und Austauschen von Erfahrungen, ganz abgesehen vom umfangreichen Informations- und Fortbildungsangebot. Ich freue mich auf den nächsten Branchentreff und hoffe, dass das WiSU-Projekt bis dahin unter den Autor*innen, Übersetzer*innen und Lektor*innen noch bekannter wird.«

Claudia Lüdtke, BücherFrau, freie Lektorin und seit 2014 Sprecherin der Regionalgruppe Berlin im Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL e. V.)

»Der zweite WiSU-Branchentreff Literatur mit zahlreichen Workshops, Vorträgen, Beratungsangeboten und Vernetzungsmöglichkeiten war wirklich eine hervorragende und überaus hilfreiche Veranstaltung für LektorInnen, ÜbersetzerInnen, AutorInnen und anderen FreiberuflerInnen aus der Literaturbranche. Tolle Organisation der Lettrétage, sehr engagierte und fachlich ausgezeichnete DozentInnen, sehr offene und kollegiale Atmosphäre in den Workshops und Gesprächen am Rande. Ich war an allen vier Tagen da und habe das tolle Angebot genutzt – das darüber hinaus dank der Förderung auch noch kostenlos war! Und das Haus der Kulturen der Welt war ein sehr prominenter Ort dafür. Ich fand es nur schade, dass das Angebot nicht von mehr FreiberuflerInnen aus der Literaturbranche genutzt wurde. Also, ich kann es nur empfehlen fürs nächste Mal!«

Kerstin Salvador, BücherFrau und freie Lektorin

»Akquise, Kollaborationen, die Organisation von Literaturveranstaltungen, der Literaturbetrieb als solcher, Arbeitsräume, Altersvorsorge und und und – beim 2. Berliner WiSU-Branchentreff Literatur wurden an sehr unterschiedlichen Punkten Brücken zur Arbeitsrealität von freiberuflich tätigen Lektor*innen, Übersetzer*innen, Autor*innen geschlagen. Schwerpunkt waren die Kooperationsmöglichkeiten für Solo-Selbstständige. Hier wurden verschiedene Modelle vorgestellt, um der nicht immer freiwillig gewählten Vereinzelung in der Arbeitswelt zu begegnen. In einer sehr kollegialen Atmosphäre boten die Workshops die Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zu entwickeln oder einzelne Aspekte zu vertiefen. Beim Projektemarkt war Möglichkeit, sich zu vernetzen, und in Einzelberatungen konnten individuelle Fragen geklärt werden. Diese Vielfalt an Themen und Formen machten das Branchentreffen sowohl für Berufseinsteiger*innen als auch für »gestandene« Freiberufler*innen interessant und lohnend. Insgesamt hätte die gut organisierte Veranstaltung sicher noch mehr Zuspruch verdient gehabt, aber neue Formate brauchen ja manchmal ein bisschen Zeit, bis sie sich durchsetzen. Deshalb: Unbedingt wiederholen (und bei der Gelegenheit auch den sperrigen Namen etwas aufpeppen …)!«

Carola Köhler, BücherFrau und Freie Lektorin

Text: Yvonne de Andrés


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