Frankfurt: Erlebnisbericht FleB, Anna Seghers - ihre Biografin im Gespräch


Foto: Christiane Zehl Romero

© Hartmuth Schröder

Anna Seghers - ihre Biografin im Gespräch. Ein Erlebnisbericht von Sandra Pappe

Beim Lesefestival „Frankfurt liest ein Buch“ drehte sich in diesem Jahr alles um den Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers (1900-1983). Die Bücherfrauen-Regionalgruppe Frankfurt konnte sich am 20. April über das große Interesse an der im Rahmen des Festivals organisierten Gesprächsrunde und Lesung mit der Biografin Anna Seghers’, Christiane Zehl Romero, freuen. Weil im Innern des Lesecafés alle Plätze belegt waren, nutzten einige Gäste das schöne Wetter und verfolgten die Veranstaltung von der Terrasse aus.

Bücherfrau Sabine Rock stellte Christiane Zehl Romero vor und begrüßte Silke Haug, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Frankfurt liest ein Buch“ sowie in Abwesenheit dessen erste Vorsitzende, Bücherfrau Dr. Sabine Baumann, die zu der Veranstaltung angeregt hatte.

Vor dem Gespräch mit Sabine Rock sprach Frau Zehl Romero der Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“ ihr Lob aus. Sowohl die Idee, dass „eine ganze Stadt zwei Wochen lang ein Buch liest“, als auch die Institution des Lesecafés sei neu für sie und habe sie begeistert.

Die Literaturwissenschaftlerin hat mehrere Biografien verfasst (u.a. zu Simone de Beauvoir) und sich innerhalb ihrer Professur an der Tufts University (USA), schwerpunktmäßig mit SchriftstellerInnen des 20. Jahrhunderts befasst. Den Auftrag zur Biografie von Anna Seghers erhielt sie vom Berliner Aufbau-Verlag anläßlich des 100. Geburtstags der Autorin im Jahr 2000. Frau Zehl Romero interessierte sich damals sehr für DDR-Literatur und -AutorInnen: Als Österreicherin habe sie den Alleinanspruch der BRD für deutschsprachige Literatur als befremdlich empfunden.

© Hartmuth Schröder

Im Gespräch mit Sabine Rock, die die Biografin zu ihrer Arbeitsmethode, den stilistischen Eigenheiten der Autorin Anna Seghers und der Entstehungsgeschichte des Romans „Das siebte Kreuz“ befragte, ließ Frau Zehl Romero die Persönlichkeit der Schriftstellerin lebendig werden. Spannend schilderte sie die abenteuerlichen Veröffentlichungsumstände des Romans „Das siebte Kreuz“, Anna Seghers’ Verzweiflung über den durch das Exil bedingten Kontrollverlust über das eigene Werk und die lange Wartezeit bis zum Erfolg: Die Verfilmung des in den USA zum „Book of the Month“ gekürten Buchs durch Metro-Goldwyn-Mayer machte Seghers schließlich zu einer der wohlhabendsten und einflussreichsten ExilschriftstellerInnen der USA. „Das siebte Kreuz“ wurde in über 40 Sprachen übersetzt.

Im Anschluss an das Gespräch und eine kurze Lesung aus der Biografie und den Briefen von Anna Seghers an ihren Verleger, die sie als hartnäckige Verhandlerin zeigten, bekam das Publikum die Gelegenheit für Fragen an die Biografin. Danach stellte sich Frau Zehl Romero noch für eine Signierstunde und persönliche Gespräche zur Verfügung.


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