Ein Buch ist ein Buch ...

... ist ein Buch!? Wie die Digitalisierung das Arbeiten in der Buchbranche verändert. – Ein Bericht von Britta Jürgs zur Podiumsdiskussion der BücherFrauen in Leipzig.

Etwa 2500 Buchhandlungen sind noch nicht elektronisch zugänglich, erzählte Martina Tittel, die ehemalige Geschäftsführerin von Dussmann, die heute Verlage und Buchhandlungen im Bereich Strategie, Marketing und Vertrieb berät. Verlage und Buchhandlungen hätten lange geschlafen, seien aber zu unterschiedlichen Zeiten aufgewacht.

Podium in Leipzig 2008Wach sind sie alle, die Podiumsteilnehmerinnen der BücherFrauen-Podiumsdiskussion am 15.3.2008 im Fachforum der Leipziger Buchmesse, die von Sibylle Fuhrmann, vormals stellvertretende Chefredakteurin des Börsenblatts, moderiert wurde, die jetzt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Fachhochschule Köln leitet.

Die Digitalisierung hat das Arbeiten in der Branche verändert – wie, das stellt sich für die Podiumsteilnehmerinnen unterschiedlich dar.

Miriam Hofheinz, die Koordinatorin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei PERRY RHODAN, erzählt, wie wichtig das Internet-Forum für die riesige Perry Rhodan-Community ist.

Claudia Güner, die Herstellungsleiterin der Medizinverlage Stuttgart, sieht die Chance, durch die Digitalisierung Prozesse sinnvoll zu verschlanken, und berichtet auch von den Möglichkeiten, Buchkauf und Digitalisierung zu verbinden, indem digitaler Content nach Eingabe eines mit dem Buchkauf übermittelten Codes eingesehen werden kann. Über die neuesten Trends informiert sie sich auch außerhalb der Verlagsbranche beispielsweise in Computermagazinen oder bei Computerspielen und schaut sich um, was DienstleisterInnen im Umfeld der Digitalisierung anbieten.

Die Übersetzerin Gerlinde Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des VdÜ und stellvertretende Vorsitzende des VS, thematisiert die urheberrechtlichen Probleme im Internet, lobt daneben aber die fantastischen Recherchemöglichkeiten sogar unterwegs beispielsweise durch Wörterbücher im Netz und sieht in der Digitalisierung auch die Chance, mehr mit KollegInnen zu kommunizieren.

Bei der Frage, wie sie sich ihren Arbeitsplatz im Jahr 2020 vorstellen, sieht Schermer-Rauwolf den ihren durchaus ähnlich, wenn auch mit zusätzlichen Kommunikationsformen, während Miriam Hofheinz davon ausgeht, dass alles viel mobiler sein wird und viele Prozesse nicht an den Verlag gekoppelt sein werden, sondern via Skype u. a. auch von anderen Orten aus erledigt werden können. Claudia Güner sieht eine Entwicklung stärker hin zu Bild und Ton und nicht mehr vorwiegend um Worte. Während sie für die Verlage auch weiterhin für wichtig hält, dass die Produkte anfassbar sind, stellt sich Martina Tittel vor, dass Buchhandlungen in einem Teilbereich nur Content-HändlerInnen sein werden, ohne tatsächlich Bücher anzufassen.

Auch wenn das noch (nicht nur positive) Zukunftsmusik ist, sind sich doch alle Podiumsteilnehmerinnen darin einig, dass die Digitalisierung die Arbeit in der Buchbranche auch in der Zukunft stark verändern wird. Wie dies in ihren eigenen Arbeitsbereichen aussieht und aussehen kann, dazu gaben sie facettenreiche Einblicke.

Text: Britta Jürgs, Berlin
Foto: Julia Wentzel, Berlin

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