LiteraturBrunch 2011: Ein Nachbericht

Teilnehmerinnen des Brunch am Tisch sitzend

Der LiteraturBrunch der Hamburger BücherFrauen zum Thema »Dorfgeschichten, Kriegsgeschichten, Generationengeschichten – Junge deutsche Autorinnen auf Spurensuche« war ein großer Erfolg.

Die drei Autorinnen Sabrina Janesch, Harriet Köhler und Judith Zander sorgten am 27. Februar 2011 für ein volles Haus, zahlreiche verkaufte Bücher und ein glückliches Publikum. Wir haben für euch die gesamte Veranstaltung zum Nachlesen, Nachschauen und Nachhören aufbereitet ...

Das Podium antwortete auf Fragen aus dem Publikum

Das Thema der diesjährigen Veranstaltung, »Dorfgeschichten, Kriegsgeschichten, Generationengeschichten«, regte zu Diskussionen und auch zu sehr persönlichen Fragen an die Autorinnen an. Katharina Gerhardt moderierte humorvoll und souverän und förderte durch unbeirrtes Fragen überraschende Einsichten zu Tage.

Für diejenigen, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten oder noch etwas nachhören möchten, seien folgende Podcasts empfohlen: Die gesamte Lesung und das anschließende Gespräch können hier angehört werden:

Die spannendsten Neuerscheinungen und Debütantinnen des letzten Jahres

Blick auf die Autorinnen

»Ich habe die beiden anderen Bücher gelesen und bin sehr gespannt auf die Autorinnen«, sagte Harriet Köhler vor Beginn der Lesung. So wie ihr ging es auch den rund 90 Gästen, die auf sie, Sabrina Janesch und Judith Zander gespannt warteten. Die Vorbestellungen waren dieses Jahr so zahlreich, dass die Veranstaltung bereits zwei Wochen vor dem Brunch ausverkauft war.

Kein Wunder: Die drei Bücher gehören zu den spannendsten Neuerscheinungen und und ihre Autorinnen zu den interessantesten Debütantinnen des letzten Jahres. Die Verleihung des Mara-Cassens-Preises an Sabrina Janesch und die Nominierung für den Deutschen Buchpreis für Judith Zander legen zudem ein beredtes Zeugnis der qualifizierten Auswahl der kleinen LiteraturBrunch-Jury ab – die die Lesezusagen der Schriftstellerinnen bereits vor den Auszeichnungen eingeholt hatten.

Die Abräumerin am Büchertisch war Harriet Köhler, jede fünfte Besucherin kaufte ein Exemplar »Und dann diese Stille« (KiWi).

Und dann diese Stille

Harriet Köhler gelang es durch eine geschickte Auswahl kurzer Passagen aus ihrem Buch die Handlung auch für Zuhörer/innen begreifbar zu machen, die weder Buch noch Autorin kannten. Drei Generationen Männer, die sich mit dem Tod der Frau, der Mutter und Großmutter auseinandersetzen müssen, treffen in einem Haus zusammen. Sohn Jürgen muss nun bei seinem Vater einziehen, da dieser alleine nicht mehr zurechtkommt. Enkel Nicki versteht erst jetzt, was er an Erblast – verschwiegene Erlebnisse seiner Eltern und Großeltern während des Krieges – mit sich herumträgt. Trotz des Schweigens gab es für diese kein Vergessen.

Katzenberge

Auch Sabrina Janeschs Roman »Katzenberge« (Aufbau) erzählt eine Geschichte aus der »Enkel-Generation«: Die Journalistin Nele Leibert begibt sich auf die Spur der Reise ihres Großvaters sechzig Jahre zuvor von einem galizischen Dorf nach Niederschlesien. Sie reist in umgekehrter Richtung auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Sabrina Janesch las die Passage, in der die junge Frau das Heimatdorf ihres Großvaters in Polen erreicht und sich erinnert, was er ihr von seiner eigenen Geburt erzählt hat. Diese, angereichert mit den Mythen der ukrainisch-polnischen Dorfbewohner, sei angeblich ein Fest und ein Wunder gewesen.

Dinge, die wir heute sagten

Judith Zander wählte aus ihrem Roman »Dinge, die wir heute sagten« (dtv), der aus über sechs verschiedenen Perspektiven erzählt ist, Passagen aus der Sicht Ingrids und Henrys aus, die unterschiedlicher nicht klingen könnten. Ingrid erinnert sich im Haus ihrer Mutter an ihre Jugend, die sie in dem kleinen Dorf Bresekow in Vorpommern verbracht hat. Henry, ihr Sohn, den sie zurückließ, muss daraufhin nicht nur mit der beschränkten Häme der Dorfjugend, seiner eigenen leichten Behinderung, sondern auch mit dem Verlust der Mutter zurechtkommen.

Wie wurden die Bücher ausgewählt?

Die erste Frage nach der Lesung richtete sich dann allerdings an die Gruppe, die den diesjährigen Brunch organisiert hatte: Wie wurden die Bücher ausgewählt? Nun, die Fülle der Neuerscheinungen wurde sortiert, gelesen, bewertet und getauscht, bis sich aus über dreißig Büchern drei thematisch passende herauskristallisiert hatten, die den meisten, oder sogar allen, aus der Gruppe gefielen. Eine Mühe, die sich, wie die wundervolle Veranstaltung beweist, gelohnt hat.

Danksagung

Besonderer Dank geht an die Hamburger Kulturbehörde und die »edition fünf«, die den LiteraturBrunch als Sponsoren unterstützten.

Die Organisationsgruppe bestand dieses Jahr aus:

Rita Wöbcke, Susanne Mielau, Katharina Gerhardt, Brigitte Beier, Dörte Kanis, Annette König, Miriam Seifert-Waibel, Christiane Barth, Christine Gräbe und Meike Dannenberg

Autorin: Meike Dannenberg

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