Veranstaltungsbericht: 16. Münchner Literaturbrunch

Beim diesjährigen Literaturbrunch der Münchner Bücherfrauen am 9. Oktober konnten die Gäste kleine, feine Happen genießen – und gemeint sind nicht nur die leckeren Frühstücksspezialitäten von Wirt Alex im „Stragula“ in der Bergmannstraße, sondern vor allem die poetischen Wortkunstwerke der eingeladenen Autorinnen. Zum ersten Mal war die Veranstaltung der Lyrik gewidmet, eine Literaturgattung, die zwar dank der Poetry Slams in den letzten Jahren populärer wurde, aber vom Bestsellergeschäft immer noch Äonen weit entfernt ist.

Anna Hetzer aus Berlin, im Zivilberuf Ärztin, stellte ihren ersten Gedichtband Zwischen den prasselnden Punkten  (Verlagshaus Berlin 2016) vor. Ihre Gedichte schicken die Zuhörer von New York über Warschau nach Dithmarschen und befragen George Sand und die Brontë-Schwestern – immer auf der Suche nach den verborgenen Räumen zwischen den geografischen Fakten und den sichtbaren Dingen.

Die Münchnerin Karin Fellner hat  bereits ihren vierten Gedichtband veröffentlicht. Sie liebt das Spiel mit der Sprache, ihre Gedichte rufen vergessene Wörter in Erinnerung und experimentieren mit Fachsprachen. In Ohne Kosmonautenanzug (Parasitenpresse Köln2015) lässt sie anstatt eines lyrischen Ichs Figuren wie „die Poetin“ und „die Närrin“ auf vieldeutige Weise die Welt erfahren.

Im Gespräch mit der Literaturkritikerin Beate Tröger gaben die beiden Lyrikerinnen spannende Einblicke in ihre poetische Arbeit und die verschiedenen Facetten ihrer Werke. Dabei erschloss sich im Gespräch das, was beim bloßen Hören der Gedichte nur zu ahnen war: Jeder Text, so einfach er an der Oberfläche auch erscheinen mag, ist ein sorgfältig komponiertes Kunstwerk aus Andeutungen, Wort- und Bild-Zitaten und vielfältigen Bezügen, die vom Leser durch eigenes Wissen oder assoziativ entschlüsselt werden können. Übrigens sind Lyrikerinnen (und Lyriker) keineswegs Einzelkämpferinnen, die bloß im stillen Kämmerlein an ihren Texten feilen. Anna Hetzer ist beteiligt am Berliner Lyrikkollektiv G 13, und Karin Fellner trifft sich seit elf Jahren mit der Münchner Lyrik-Gruppe „Reimfrei“ zu regelmäßigen Werkstätten. 

Aus dem Publikum wurde interessiert nachgefragt, die Botschaft ist eindeutig angekommen: Die Beschäftigung mit Gedichten kann lustvoll und sehr bereichernd sein! 

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