Jahresthema 2012: "Arbeitsmodelle der Zukunft: Wie wollen wir arbeiten?"

Bisher gilt in der Buchbranche wie in vielen anderen, was Sabine Asgodom in ihrem Artikel „Wir brauchen ein neues Führungsdesign“ schreibt: „Die jetzigen Führungskräfte-Bilder sind nach den Anforderungen der neunziger Jahre gestaltet: Höher, schneller, weiter. Sie sind zu 100 Prozent auf den Mann mit Familienbetreuung zugeschnitten. Für jemanden, der bereit ist, 12 bis 14 Stunden täglich zu arbeiten, und auch am Wochenende bei Fuß steht.“

Aber wollen wir alle so (weiter) arbeiten? Was sind wir bereit, für dieses Arbeitsideal zu opfern? Wie kann und soll eine Arbeitswelt aussehen, in der die Führungskräfte-Bilder für Frauen und Männer gleichermaßen passend sind? Das sollen unter anderem in diesem Jahr die Fragen sein, die die BücherFrauen im Rahmen des Jahresthemas „Arbeitsmodelle der Zukunft: Wie wollen wir arbeiten?“ stellen.

Laut der BücherFrauen-Studie „MehrWert. Arbeiten in der Buchbranche heute“ aus dem Jahr 2010 planen 52% der Befragten, sich in den nächsten Jahren beruflich zu verändern. Jeder zehnte will das außerhalb der Buchbranche tun. 
Für die gesamte Branche ist das zunächst keine erschreckende Zahl, für einzelne Unternehmen schon. Denn es ist zu befürchten, schlussfolgert die Verfasserin, Prof. Dr. Romy Fröhlich, „dass ein solches pro-aktives Wechselverhalten eher qualifizierte und engagierte als unmotivierte und reaktiv orientierte MitarbeiterInnen zeigen.“ (MehrWert, S. 49). Neben den technologischen Herausforderungen wird der vieldiskutierte Fachkräftemangel eines der wichtigsten Themen der Branche sein; vor allem bei der Suche nach engagierten Führungskräften.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft nicht nur junge Menschen mit Familien- und /oder Kinderwunsch. Es trifft alle, die vor der Frage stehen, wie sie die Pflege von Angehörigen oder engen Freundinnen und Freunden mit den Erwartungen des Arbeitsmarktes in Einklang bringen könnten. Aber Entscheidungen müssen nicht nur jede und jeder Einzelne für sich treffen; auch Organisationen müssen sich über alternative Arbeitsmodelle Gedanken machen. Nur Unternehmen, denen es gelingt, solche zukunftsfähigen Modelle zu erarbeiten, bleiben langfristig erfolgreich. Die Branche kann den Kampf um qualifizierte Fachkräfte nur gewinnen, wenn sie sich auch beim Thema „Arbeitsorganisation“ veränderungswillig zeigt.

Wie können wir uns solche „flexiblen Arbeits(zeit)modelle“ vorstellen? Wie könnten diese aussehen, damit wir alle in Zukunft familien- und geschlechtergerechter arbeiten als heute? Wie könnte eine Arbeitswelt aussehen, die die vielfältigen Anforderungen der Arbeitswelt mit den Bedürfnissen der Menschen, die darin arbeiten, verbindet?
Wie können oder werden virtuelle Netzwerke und verbesserte Kommunikationswerkzeuge diese Entwicklung beeinflussen? Welche Infrastruktur oder welche Organisationsstruktur ist notwendig, um die Ziele zu erreichen? Nicht zuletzt: Wie lässt sich das oben erwähnte „Führungsdesign“ umgestalten?

Die Diskussion zu diesen Fragen möchten die BücherFrauen mit ihrem Jahresthema 2012 anstoßen. Dabei ist es uns wichtig, diese Diskussion branchen- und geschlechterübergreifend zu führen, um gemeinsam Ideen für menschengerechte Arbeitsmodelle zu entwickeln.

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