Interview Monika Kolb-Klausch

Monika Kolb-Klausch (42), seit August 2007 Bildungsdirektorin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Geschäftsführerin der Schulen des Deutschen Buchhandels. Davor war Frau Kolb-Klausch Prokuristin und Mitglied der Geschäftsführung der Provadis Partner Bildung und Beratung GmbH. Sie wird eine der Referentinnen auf dem BücherFrauen-Mentoring-Kongress am 19./20. Juni in Stuttgart sein.

„Komplexität ist ohne starke Partner oder ohne ein starkes Netzwerk kaum zu schaffen“

Frau Kolb-Klausch hat Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie war in unterschiedlichen Funktionen im Bildungsbereich tätig. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Neupositionierung der Schulen des Deutschen Buchhandels in Seckbach, für die Monika Kolb-Klausch im März 2009 den BuchMarkt-Award „Newcomer des Jahres“ erhalten hat. Intensiv beschäftigt sich Frau Kolb-Klausch mit Fragen der Aus- und Weiterbildung als auch mit der Umsetzung der vom Vorstand vorgegebenen Strategie, „Bildung“ als ein Schwerpunktthema des Börsenvereins zu verankern. Wir freuen uns auf Sie als Referentin bei unserem 1. Überregionalen Mentoring Kongress der BücherFrauen. Yvonne de Andres hat sie Vorfeld interviewt.

In der heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft macht die immer geringer werdende Halbwertszeit des Wissens ein Umdenken gegenüber bisherigen Lernformen erforderlich. Eine einmalige Ausbildungssequenz reicht mittlerweile nicht mehr aus. Welche unterschiedlichen Lernmethoden können Sie empfehlen?

Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Das reicht vom klassischen Seminar bis hin zum Mentoring, aber auch das regelmäßige Lesen von Fachliteratur hilft sich weiterzuentwickeln. Ich lerne auch immer wieder sehr viel aus Gesprächen. Das heißt konkret, ich pflege ein gutes Netzwerk und versuche den Menschen viele Fragen zu stellen und zu begreifen, wie sich andere berufliche Welten oder Herausforderungen gestalten. Das gibt Ideen für einen selber.

Welchen Stellenwert hat für Sie in der Karriereentwicklung Mentoring?

Vor 10 Jahren gab es den Begriff des Mentoring in dieser ausgeprägten Form noch nicht. Ich habe aber immer starke Menschen, tatsächlich auch oft Frauen, an meiner Seite gehabt, die mich unterstützt, die mir Mut gemacht, die mich aber vor allem auch sehr gefordert haben. Meine erste berufliche Station in einem Bildungsunternehmen war Eigentümergeführt. Die Inhaberin - eine Frau, mit zwei kleinen Kindern - hat mir zu einem sehr frühen Zeitpunkt eine Führungsposition angeboten und mich immer wieder mit Rat und Tat, aber auch mit der notwendigen Härte gestützt. Neben einem großen Vertrauen in meine Person, war sie mir eine gute Beraterin, stellte aber auch klare Forderungen auf. Das hat mir an vielen Stellen sehr geholfen. Heute gebe ich diese Art von Erfahrung gerne weiter.

Ist es für Sie ein wichtiges und sinnvolles Instrument der Personalentwicklung?

Für mich ist Mentoring ein sehr wichtiges Instrument der Personalentwicklung, denn wie in ihrer vorherigen Frage beschrieben, bewegen wir uns heute in einer sehr schnelllebigen und sehr anspruchsvollen beruflichen Welt. Permanente fachliche und persönliche Weiterentwicklung ist notwendig. Diese Komplexität ist ohne starke Partner oder ohne ein starkes Netzwerk kaum zu schaffen. Daher haben auch große Industriekonzerne ganz gezielt Mentoring als ein Personalentwicklungsinstrument etabliert.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Mentoringprogramm der BücherFrauen?

Ich erfahre regelmäßig über das Mentoringprogramm in Frankfurt und kann nur sagen, dass mich diese Arbeit begeistert. Mit großem Engagement wurden Mentorinnen gesucht, gefunden und mit potentiellen Mentees zusammengebracht. Aus meiner Perspektive erlebe ich einen konstruktiven gemeinsamen Prozess, der sicherlich die jüngeren Kolleginnen stärkt, neue berufliche Wege für sich entdecken zu können.

Wäre eine Implementierung in breiteren Bereichen sinnvoll?

Mentoringprogramme zu implementieren ist immer sinnvoll. Am Ende muss man aber immer wieder den Kontext und die Unternehmen selber betrachten. Ich glaube, eine ganz globale Antwort ist hier nicht sinnvoll.

Interview: Yvonne de Andrés

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