Der Equal Pay Day 2010

Am 26. März 2010 findet der Equal Pay Day in Deutschland zum dritten Mal statt. Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen machen an diesem Tag bundesweit auf die Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam – und versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Auch die BücherFrauen sind in ihren Regionalgruppen rund um den Equal Pay Day 2010 aktiv.

Laut Statistischem Bundesamt »haben Frauen in Deutschland im Jahr 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. Damit lag der Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, wie bereits in den Vorjahren konstant bei 23%.« (Destatis, 12. November 2009) Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit eines der Schlusslichter bei der Frage »Wie halten Sie es mit der Entlohnung von Frauen und Männern?«.

Der Equal Pay Day weist seit 2008 auch in Deutschland auf diesen Missstand hin. Seit 2009 werden die Aktionen von einem breiten Bündnis getragen und unterstützt. Neben dem Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany, den Initiatorinnen des ersten Equal Pay Day 2008, zählen die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Frauenrat (DF) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) zu den Unterstützenden. Dieses bundesweite Bündnis verfolgt unter anderem das Ziel, das ganze Jahr über das Thema Entgeltgleichheit im öffentlichen Bewusstsein zu halten. Es richtet seine Tätigkeit zu diesem Zweck gleichermaßen an alle Akteure der Wirtschaft, an Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und an die breite Öffentlichkeit.

Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum: Was sind die Ursachen von Entgeltunterschieden zwischen Frauen und Männern? Reicht hier der Hinweis auf unterschiedliche Rollenbilder oder geschlechtsspezifische Berufswahl? Und vor allem: Wie kann der Abbau von Entgeltunterschieden erreicht werden?
Die bundesweiten Termine können auf der Seite EqualPayDay abgefragt werden.

Auch die Aktionen der BücherFrauen zu diesen Themen können sich sehen lassen:

Die Regionalgruppe Berlin startete bereits am 24. Februar mit einem Abend zum Thema "Herzblut vergießen, aber nicht ausbluten. Honorare kalkulieren, verhandeln und durchsetzen." Am 7. April laden die Berlinerinnen zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "Mehr Geld in rote Taschen!" ein. Dagmar Terbeznik, ehem. Vorsitzende des BPW Berlin, stellt die Initiative vor und Karina Schmidt, Vorsitzende der BücherFrauen, berichtet über die ersten Ergebnissen der BücherFrauen-Studie, die im Herbst veröffentlicht werden soll.

Am 4. März tauschen sich die Bielefelder BücherFrauen mit Monika Grewe vom ver.di-Frauenausschuss zum Thema Entgeltgleichheit aus. Und in Hamburg steht am 15. März ein Besuch bei der Gewerkschaft ver.di auf dem Programm. Mit zwei Vertreterinnen der Gewerkschaft und einer freien Beraterin soll an diesem Abend geklärt werden, wie ver.di Gehaltstarife und Bedingungen für die Arbeitsbereiche in der Buchbranche aushandelt und was die Gewerkschaft für die Selbständigen tun kann.

Am 26. März selbst treffen sich die Köln/Bonner-Regionalgruppe mit der Gruppe Düsseldorf/Rhein/Ruhr zu einer gemeinsamen Aktion. Sie laden am EPD um 19.30 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung mit Maria Tschaut, Landesfrauensekretärin des Ver.di- Landesbezirks NRW, in der Verlagsanstalt Handwerk, Auf’m Tetelberg 7 in Düsseldorf ein, um einen intensiven Blick auf die Entlohnung der Frauen in der Buchbranche zu werfen.

In München kämpfen die BücherFrauen zusammen mit anderen Frauennetzwerken auf dem Marienplatz für faire Bezahlung von Frauen und auch in Stuttgart sind die BücherFrauen vor Ort mit Aktivitäten vertreten. In der Hauptstelle der Stadtbücherei Stuttgart hat die Städtegruppe auf einem Büchertisch Bücher, Prospekte und andere Materialien zum Thema "Entgelt- und Chancengleichheit" zusammengestellt. Vom 22. März bis 1. April können dort unter anderem die Ergebnisse einer Umfrage zum EPD unter Entscheidungsträgerinnen und –trägern der Stuttgarter Buchbranche abgeholt werden.

Genaueres zu den einzelnen Veranstaltungen oder Aktionen findet sich auf unseren Regionalseiten.

Text: Anja Lösch

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