Heidelberg: Projekt UNESCO City of Literature

Rhein-Neckar-BücherFrauen informierten sich über den Stand der Heidelberger Bewerbung:

Im Februar zu Gast in der Buchhandlung Himmelheber: Alexandra Eberhard (Kulturamt), Julia Scialpi (Agentur für Kulturprojekte) und Frank Zumbruch (Beauftragter für Kultur- und Kreativwirtschaft) aus dem fünfzehnköpfigen Komitee für die Heidelberger Bewerbung als UNESCO City of Literature.

Die City of Literature ist ein Bestandteil des UNESCO-Projekts „Creative Cities“ und soll dazu dienen, ein weltweites Netzwerk von Städten zusammenzuführen, die besondere Kompetenzen für die Förderung des jeweils lokaltypischen Literaturmarkts mitbringen und weiterentwickeln, und die die dabei gesammelten Erfahrungen an andere Städte, vor allem auch in der Dritten Welt, weitergeben. Die drei Gäste stellten in einer lockeren Gesprächsrunde ihre Arbeit vor und berichteten über Stand und Ziele des Projekts.

Dass Heidelberg auf dem Gebiet der Literatur viel zu bieten hat, stellte niemand im Kreis der ZuhörerInnen infrage. Nachgefragt wurden aber der Sinn des Projekts und der Nutzen für die Stadt und ihr literarisches Leben. Die Antworten machten deutlich: Bereits die Vorarbeiten tragen zu einer verstärkten Wahrnehmung der literarischen Aktivitäten in der Stadt bei. Wertvoll ist allein schon die Bestandsaufnahme, die das Komitee als Grundlage der Bewerbung zusammengetragen hat. Autoren, Übersetzer, Verlage, Gestalter, Software-Entwickler, Bildungs-Institutionen, Vereine und Verbände, aber auch die vielfältigen Veranstaltungen rund um das Thema und natürlich die reiche Literatur- und Bildungsgeschichte der Stadt sind Pfunde, mit denen sich gut wuchern lässt.

Literatur- und Buchwelt sichtbar machen, Gelder einwerben, Projekte wie das Literaturhaus vorantreiben, das sind Möglichkeiten, die die Arbeit an diesem Projekt vor Ort eröffnet. Der internationale Kontakt zu den anderen Literaturstädten der UNESCO bietet zudem Gelegenheit, von anderen zu lernen, Ideen zu sammeln und sich auf hohem Niveau auszutauschen. Netzwerkgedanke und Wissenstransfer sind die zentralen Ideen, die dem Creative City Network zugrunde liegen. Ansonsten, so hörten die ZuhörerInnen mit Staunen, sind weder an den Titel noch an die Bewerbung besondere Bedingungen geknüpft.

Rund eineinhalb Jahre arbeitet das Komitee bisher an der Bewerbung, etwa zwei Jahre sind insgesamt für deren Fertigstellung projektiert. Derzeit ist die UNESCO mit internen Umstrukturierungsmaβnahmen beschäftigt, so dass nicht klar ist, wann es zu einer Entscheidung über die nächste Literaturstadt kommen wird. Mitbewerberin Prag hat allerdings bereits unverdrossen ihre Unterlagen eingereicht, und auch Heidelberg wird noch in diesem Jahr soweit sein. Vorgelegt wird ein umfangreicher Band, mit Artikeln und Essays rund um die Literaturstadt Heidelberg, der über Inhalte, Bilder und Gestaltung die besondere Atmosphäre der traditionsreichen Universitäts- und Tourismusstadt am Rande des Odenwalds vermitteln soll.

Dem Bericht der Komiteemitglieder folgte ein lebhaftes Gespräch, in dem Fragen und Anregungen aus dem fachkundigen Publikum artikuliert und mit Interesse aufgenommen und besprochen wurden. Der ebenso informative wie unterhaltsame Abend klang bei einem Glas Wein gemütlich aus.

Text: Annette Schoenfeldt

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