Heidelberg ist City of Literature – und nun?

Seit 1. Dezember steht es fest: Heidelberg ist UNESCO-Literaturstadt. (Foto: Dorn)

Seit 1. Dezember steht es fest: Heidelberg ist UNESCO-Literaturstadt. (Foto: Dorn)

Bestandsaufnahme der BücherFrauen Rhein-Neckar mit Andrea Edel und Franziska Schaub von der Stadt Heidelberg

Wie geht es weiter mit der UNESCO City of Literature Heidelberg? Welche Projekte sind bisher angedacht, wer wird wie beteiligt und wie will man die Fortschritte und Aktivitäten für alle Protagonisten und Interessierten sichtbar machen? Und vor allem natürlich: Was tut sich finanziell, was will die Stadt in ihre Literatur- und Medienszene investieren, welchen Gewinn wird diese haben?

Diese Fragen bewegten nicht nur die Rhein-Neckar BücherFrauen. Zur gut besuchten Informationsrunde in der Buchhandlung Himmelheber kamen unter anderem auch Abgeordnete der ÜbersetzerInnen sowie der BuchhändlerInnen in der Literaturkonferenz.

Die Literaturkonferenz ist das Instrument der neuen City of Literature, das die Stadt Heidelberg zunächst ins Leben gerufen hat, um Beteiligungsmöglichkeiten und Informationsfluss zu gewährleisten. Es vereinigt Literatur- und Medienschaffende aus der Stadt. Die dort vertretenen Branchen und Gruppierungen haben Abgeordnete benannt, die als direkte Ansprechpartner für das Kulturamt zur Verfügung stehen und Informationen weitergeben sollen. Darüber hinaus werden Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit speziellen Themen befassen, etwa Kinder- und Jugendliteratur, Wissenschaft, Interdisziplinäre Projekte oder auch die Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Mannheim, die gerade frisch zur UNESCO City of Music gekürt wurde.

Andrea Edel, Leiterin des Kulturamts, und Franziska Schaub vom Literaturbüro der Stadt Heidelberg, berichteten engagiert und begeistert über die ersten Schritte nach der offiziellen Benennung und formulierten als Ziele die Einrichtung funktionierender Informationskanäle, die Schärfung des Profils der Literaturstadt Heidelberg, etwa als „Stadt des Lesens“ oder „Stadt des Schreibens“, und die Vernetzung der Literatur- und Medienbranche in gemeinsamen Projekten. Zugleich aber mussten sie eingestehen, dass die Finanzierung bisher nicht geklärt ist, sondern derzeit noch Thema in den Etatberatungen des neuen Gemeinderats ist. Hierüber entspann sich eine lebhafte Diskussion, da viele Zuhörerinnen die Bewerbung ohne feste Etatzusage fragwürdig fanden. Lobbyarbeit jedenfalls – das wurde deutlich – ist hier notwendig und erwünscht. Weitere Geldmittel erhofft man sich von Sponsoren und Zuschussgebern. Vonseiten der UNESCO hingegen ist mit dem Prädikat keinerlei Finanzzusage verbunden.

Als weitere kleine Hürde benannten die Vertreterinnen der Stadt die Notwendigkeit, ein Logo zu komponieren, das den Anforderungen der UNESCO sowie des Heidelberger Stadtmarketings zugleich genüge. Hieran werde aber bereits gearbeitet. Sie griffen damit eine Anregung des Publikums auf, ein geeignetes Logo Institutionen und Unternehmen zur Verfügung zu stellen, um das Thema Literaturstadt in der Bevölkerung lebendig zu halten.

Die Zuhörerinnen mahnten zudem dringend eine Internet-Plattform an, in der alle Informationen aus der Heidelberger Literatur- und Medienwelt zusammenlaufen sollten. Sie steuerten auch konkrete Vorschläge bei, wie eine schnelle Umsetzung im ersten Schritt ohne großen Personal- und Zeitaufwand zu bewerkstelligen wäre. Weitere Wünsche und Ideen wurden formuliert und von den Vertreterinnen der Stadt interessiert aufgenommen, doch ohne Budget lässt sich im Grunde nicht planen. So blieb vieles im Ungewissen und man muss abwarten, was der Kommunalpolitik ihr guter Ruf als Stadt der Literatur letztlich wert ist.

Text: Annette Schönfeldt

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