5 to watch 2026

Die Jury der „5 to Watch“ setzt sich aus langjährigen Akteurinnen der Buchbranche zusammen. Sie haben mit viel Engagement und Kenntnis des Literaturbetriebs die fünf ausgezeichneten Personen aus den 50 Einreichungen sorgfältig ausgewählt. Zur Jury gehörten Andrea Cisnado Schultheis, Referentin für Berufsbildung beim Börsenverein, Marianne Eppelt, Geschäftsführerin des Verlags w_orten und meer sowie Turì Bankwitz, Ansprechperson für die Presse bei den BücherFrauen.
 

Elisa Diallo, Harriet Dohmeyer, Oliwia Hälterlein, Roya Soraya, zoraLit Genossenschaft.

Im Verlauf des Jahres werden die 5 to Watch 2026 in unterschiedlichen Formaten wie Interviews, Podcast- oder Blogbeiträgen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und stärker ins Licht in der Literatur- und Verlagswelt  gerückt. Alle Mitglieder der Buchbranche und darüber hinaus sind eingeladen, den Beiträgen zu folgen und sich von den 5 to Watch für ihre eigene Arbeit nachhaltig inspirieren zu lassen.


Elisa Diallo

Elisa Diallo bringt deutsche Literatur mit Leidenschaft in die Welt. Seit 2023 leitet sie den Lizenzverkauf der S. Fischer Verlage und nutzt diese internationale Bühne, um diverse Perspektiven sichtbar zu machen. Dass sie den Literaturbetrieb aktiv mitgestalten möchte, zeigt auch ihr vielseitiges Engagement abseits des Schreibtischs. Ob als Jurorin für den Caine Prize for African Writing, den Deutschen Buchhandlungspreis oder beim Festival für Schwarze Literatur Resonanzen: Elisa Diallo setzt sich konsequent für neue Blickwinkel und mehr Repräsentation in der Branche ein. 
 

 

Harriet Dohmeyer

Harriet Dohmeyer ist Gründerin und Verlegerin des unabhängigen Hamburger Ankerwechsel Verlags mit Schwerpunkt auf Kultur und Gesellschaft. Sie gründete den Verlag 2017 mit 22 Jahren und prägt seither ein Programm, das von Graphic Novels über Kinderbücher bis zu gesellschaftspolitischen Sachbüchern reicht. Neben ihrer verlegerischen Arbeit ist sie auch beratend tätig und engagiert sich für einen vielfältigen Literaturbetrieb. 2024 und 2025 war sie Jurymitglied im Wettbewerb Die schönsten Deutschen Bücher der Stiftung Buchkunst. Seit 2026 ist sie Teil des Organisationsteams der ham.lit, der Nacht für junge Literatur und Musik in Hamburg. Zudem ist sie aktiv in der Liste unabhängiger Verlage Hamburg und im Aktionsbündnis Verlage gegen Rechts. 

Oliwia Hälterlein

Oliwia Hälterlein ist Autorin, Dramaturgin, Moderatorin sowie Kunst- und Kulturschaffende, die sich mit Feminismus, Herkunft, Mehrsprachigkeit und Körper beschäftigt. Sie studierte Slawistik, Vergleichende Literatur-, Kultur-, Theater- und Filmwissenschaft in Salzburg, Krakau, Berlin und ist Absolventin des renommierten Deutschen Literaturinstituts in Leipzig (DLL). 2020 erschien ihr Essay “Das Jungfernhäutchen gibt es nicht” im Maro Verlag. 2026 ist ihr Debütroman “Wir Töchter” bei C.H. Beck erschienen, über Polen, Bäuerinnenalltag, Mehrsprachigkeit und Migration. Dazu entstand CÓRKOWOŚĆ, ein partizipatives & performatives Schreib- und Leseprojekt, welches sich mit Herkunftsscham, Muttermalen, Großmutterzungen & Transitgehirnen auseinandersetzt und im öffentlichen Raum zum anonymen Schreiben einlädt sowie „Die Stimmen der Töchter“, ein Live-Hörspielstück. Sie ist Mitbegründerin der Freiburger feministischen Aktionswoche „Aufgeklärt?!“ sowie der Lesereihe CLITERATUR. 

 

 

Roya Soraya

Roya Soraya studierte an der Folkwang Universität der Künste und arbeitet als freischaffende Illustratorin und Comic-Autorin in Wuppertal. Sie erzählt Geschichten gern mit feministischer Haltung und legt ihren Fokus auf die Vielfalt und Menschlichkeit der Figuren. Ihr Comic-Debüt hatte sie 2022 mit der Graphic Novel "Faust" (Zwerchfell Verlag), in der sie den deutschen Literaturklassiker aus moderner und queerfeministischer Sicht neu erzählt. Ihre autobiografische Graphic Novel "Wind in meinem Kopftuch" (Carlsen Verlag) erscheint im April 2026 und handelt von der Reise, die eine jungen Frau in den Iran unternimmt, um ihre Wurzeln kennenzulernen. Für ihre Comic-Arbeit wurde Roya Soraya u. a. mit Stipendien des Berliner Senats und des Goethe-Instituts gefördert und lehrte zeitweise selbst an der Folkwang Universität der Künste. Neben Graphic Novels erstellt Roya Soraya illustrative Auftragsarbeiten, gibt Workshops und Lesungen.

 

zoraLIT

Die zoraLit eG wurde 2025 gegründet. Unter dem Dach der Genossenschaft denken, diskutieren und solidarisieren sich über 150 Personen, die im deutschsprachigen Raum Literatur schreiben, begleiten, besprechen, vermitteln oder fördern. Die Angestellten der zoraLit eG, Sabina Everts, Alyssa Fenner, Zoë Martin und Laura Weber, waren vor Gründung in unterschiedlichen Bereichen der Literaturbranche tätig: im Buchhandel, in Literaturagenturen sowie unabhängigen Verlagen und Publikumsverlagen. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Genossenschaft schaffen sie vielseitige Angebote zur professionellen Weiterbildung – und zum Banden-Bilden! Denn das größte Anliegen der zoraLit eG ist es, dem Gatekeeping, der Vereinzelung und Konkurrenz innerhalb der Branche ein starkes, leicht zugängliches, hierarchieloses Netzwerk entgegenzusetzen. Die Gründerinnen führen neben der Genossenschaft eine Literaturagentur, die die Vertretung einzelner Autor*innen übernimmt, sowie eine Eventagentur. Die Gewinne beider Agenturen fließen vollständig in die Genossenschaft.