Sommerakademie 2026 – Text- und Körperarbeit auf Sylt

ANMELDUNGEN NICHT MEHR MÖGLICH

Workshop für professionelle Übersetzer*innen zum Thema Musikalität und Mehrsprachigkeit

Zielsprache Deutsch oder Französisch, alle Ausgangssprachen möglich

 

10. bis zum 14. Juni 2026 Sommerakademie im Klappholttal auf Sylt 

In vielen Texten kommt eine große sprachliche Vielfalt zu Gehör: Lokale (regionale, dialektale) Varianten oder Abweichungen von der Standardsprache (Soziolekte), rekonstruierte oder imaginierte Mündlichkeit. Die sprachliche Polyphonie zeigt verschiedene musikalische Ausprägungen, die Herausforderung beim Übersetzen besteht darin, die Biegsamkeit der Zielsprache zu nutzen, um sie erfahr- und vielleicht hörbar zu machen – wobei wir unsere Intuition durch Übung schärfen können. 

Denn beim literarischen Übersetzen haben wir es weniger mit einer geografisch geprägten Sprache als mit dem Personalstil der jeweiligen Autor*innen zu tun. Wie können wir ihn erfassen, charakterisieren und anschließend in einem anderen Sprachraum wiedergeben, ohne die Zwischentöne seiner literarischen Besonderheit zu vernachlässigen? Bevor wir uns an die Arbeit machen, spitzen wir als Übersetzerinnen die Ohren und fragen uns: Wer spricht? Welche Stimmen tragen den Text? Und mit welchen Eigenheiten?

Dieser Workshop richtet sich an alle, die an einem mehrstimmigen Projekt arbeiten. Gemeinsam wollen wir darüber nachdenken, wie wir die unterschiedlichen Stimmen in unserem zielsprachlichen Text zum Klingen bringen können.

Wie bewährt wechseln Phasen des Redens und Nachdenkens mit intensiven Bewegungsphasen ab. Die Körperarbeits-Einheiten von Isabel Wenzler-Stöckel (www.pilatesprojekt.de) bringen Schwung und ein dichtes, differenziertes Körpererleben. Von Pilates bis Einzelentspannung ist wieder alles dabei. 

 

WORKSHOPLEITUNG

Nicola Denis ist Literaturübersetzerin aus dem Französischen. Seit 2018 ist sie als Dozentin für die Online-Akademie der BücherFrauen tätig. Dazu kommen eine DÜF-Gastdozentur am Romanischen Seminar der Universität Mannheim sowie Lehraufträge an den Universitäten Basel, Marburg und Göttingen. Nicola Denis übersetzt neben Klassikern wie Honoré de Balzac vor allem französische Gegenwartsliteratur, u. a. von Éric Vuillard, Sylvain Tesson oder Adèle Rosenfeld. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Prix lémanique de la traduction 2021 und dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2023. Im August 2022 erschien ihr literarisches Debüt Die Tanten, im Februar 2026 wird der zweite Roman Wo die Kaffeekirschen leuchten erscheinen.

 

 

Wichtigste Infos in Kürze:

Tagungsort: Akademie am Meer, Klappholttal/Sylt, http://www.akademie-am-meer.de

Termin: 10. Juni bis 14. Juni 2026

Anmeldeschluss: 23. März 2026

Seminargebühr:

300 € (BücherFrauen, VdÜ-, BdÜ- und VFLL-Mitglieder)/450 € (Nicht-BücherFrauen)

Einzelhütte bzw. Einzelzimmer (EH/EZ): 452 €

Doppelhütte bzw. Doppelzimmer (DH/DZ): 368 €

Die Unterbringung in einer Hütte kann leider nicht garantiert werden. Duschräume und WCs sind auf dem Gelände in Hütten- bzw. Zimmernähe. Bei vorzeitiger Anreise oder Verlängerung des Aufenthalts bitte zwecks Reservierung direkt bei der Akademie am Meer anrufen (Tel.: 04651 955-0).

Koordination:

Martina Mathes

martina(at)mathes2000(dot)de

Tagungsort: Akademie am Meer, Klappholttal/Sylt, http://www.akademie-am-meer.de

Termin: 10. Juni (Seminarbeginn 16 Uhr) bis 14. Juni 2026 (ca. 13 Uhr nach dem Mittagessen oder früher mit einem Lunchpaket)

Anmeldeschluss: 23. März 2026

Teilnehmerinnenzahl: max. 11 Frauen

Seminargebühr:

300 € (BücherFrauen, VdÜ-, BdÜ- und VFLL-Mitglieder) / 450 € (Nicht-BücherFrauen)

Übernachtung und Verpflegung vor Ort in der Akademie am Meer:

Einzelhütte bzw. Einzelzimmer (EH/EZ): 452 €

Doppelhütte bzw. Doppelzimmer (DH/DZ): 368 €

Die Anmeldung ist verbindlich. Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Den Betrag zahle ich nach Erhalt der Rechnung.

ANMELDUNG

 

Stimmen von Teilnehmerinnen

„Ich bin mit einigen Zweifeln und Bedenken im Klappholttal angekommen. Ich war unsicher, ob ich mich in der Gruppe wohlfühlen würde, wie nützlich die Textarbeit sein würde, wie ungeschickt ich mich bei der Körperarbeit anstellen würde.

Innerhalb kürzester Zeit sind all meine Sorgen aber verflogen. Die Gruppe war so harmonisch und alle Diskussionen offen, freundlich, einfühlsam und anregend. Unterschiedliche Meinungen wurden geschätzt und angenommen.

Dadurch und nicht zuletzt auch durch Beates wunderbar durchdachte Impulse und Anleitungen habe ich aus der Textarbeit letztendlich nicht nur beruflich, sondern auch privat viele gute Anregungen mitgenommen. Auch die optionalen Übungen zum kreativen Schreiben waren wunderbar befreiend und teilweise auch sehr lustig!

Und dieses intellektuelle Miteinander in der Gruppe hat letztendlich sogar dafür gesorgt, dass die Stimmung bei der Körperarbeit viel entspannter war als sonst in einer großen Gruppe – wobei Isabelle uns durchaus auch zum Schwitzen gebracht hat! Außerdem hatte sie immer ein offenes Ohr und gute Vorschläge, wenn die eine oder andere Übung mal nicht geklappt hat. Alles in allem eine tolle Erfahrung, die ich wärmstens empfehlen kann.“

„Das Sommerseminar mit Beate und Isabel war diesmal eine besonders intensive Erfahrung, vielleicht, weil das Thema Körperbilder, Körpersprache nicht nur in der Textarbeit, sondern auch bei den Körperübungen im Raum stand, bestimmt aber wegen der tollen Ideen und Materialien der beiden Leiterinnen und der harmonischen und lebhaft diskutierenden Bücherfrauen-Gruppe.“ (Uta Rupprecht)

„Neben der ausgewogenen, flexiblen und differenzierten Moderation durch Beate hat mich ganz besonders die Gesprächskultur innerhalb der Gruppe beeindruckt. Selten habe ich solch ein wertschätzendes Miteinander, eine Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und ein lebendiges Interesse aneinander erlebt. Ich war das erste Mal mit dabei und wurde von allen herzlich aufgenommen. Vielen Dank dafür! Bis zum nächsten Mal … Amely“

„Wunderschöne Tage in einer Umgebung, die den Geist anregte, den Körper entspannte und die Seele beflügelte – ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!“ (Petra Post)