Tabea Hertzog begann die Lesung, ohne viele Worte zur Erklärung zu verlieren. Die ersten Seiten ihres Romans machten das Thema klar. Die Protagonistin erfährt von ihrer Nierenerkrankung, beschreibt den Zustand des In-der-Luft-Hängens, wie zwischen zwei Leben. Ihre Beobachtungen, teilweise auch grotesker Momente. Was zählt, wenn man sein Leben plötzlich von einer Krankheit bedroht sieht, und wer ist da? Die Mutter entfernt sich, der Vater war lange Zeit fern, nähert sich aber an. Ein Roman über eine schwierige Zeit, der dennoch leicht, nicht dramatisch daherkommt.